Schlaganfall

Mobil und sicher zu Fuß

Um die Wahl der richtigen Orthese treffen zu können, bedarf es neben der Prognose (passager oder irreversibel) und der Diagnose (zentrale oder periphere Läsion) auch eines umfangreichen Angebotes diverser Hilfsmittelhersteller.

Nicht nur die kompetente Beratung, sondern auch die Erprobung in den Räumen des Sanitätshauses, der
Arztpraxis oder der Klinik ist ausschlaggebend für die optimale Versorgung des Betroffenen und somit auch entscheidend für seine Gangsicherheit. Um Ihnen einen Überblick über die bei Storch und Beller angebotenen Fußheberhilfen, z.B. bei Multiple Sklerose oder Schlaganfall, zu geben, ist eine Einteilung anhand der funktionellen Möglichkeiten in vier Kategorien hilfreich.

  • Teilaktive Fußhebermuskulatur mit Ausdauerproblem
  • Wenn als Prognose eine reversible Schädigung benannt wurde
  • Spastitzität nicht oder nur minimal vorhanden
  • Unteres Knöchelgelenk ist mit eigener Körperkraft stabil geführt (keine Fußfehlstellung vorhanden)
  • Deutliche Paresen, keine aktive Dorsalextension möglich
  • Nur geringe Tonuserhöhungen
  • Korrektur einer Fußfehlstellung nicht erforderlich
  • Deutliche Parese bis vollständiger Ausfall der Fußheberaktivität
  • Deutliche pathologische Tonusverhältnisse, die zu korrigieren sind
  • Eventuell zusätzlich das Problem im gleichseitigen Knie in der Standbeinphase zu stabilisieren?
  • Zusätzliche Korrektur der Fußfehlstellung erforderlich?
  • Anlage optional auch von ventral möglich, um Knieextension zu unterstützen

Funktionsausfall der Fußhebermuskulatur in Kombination mit viel Spastizität und/oder Achsabweichungen im unteren Sprunggelenk (Supinationshaltung) oder auch oberen Sprunggelenk (Spitzfußstellung).

  • Maßorthese nach Gipsabdruck
  • Optional kann die Führung lateral, medial oder bilateral angebracht werden.
  • Bei vorhandenen Fehlformen im Vorfußbereich kann die Versorgung im Schuh als Korrektur individuell gearbeitet werden.

Ob die Anlage der Schiene mit ventraler, lateraler oder medialer Führung sein soll, lässt sich nur in einer Erprobung beantworten.

Eine ventrale Anlage kann z.B. ein Vorteil sein, um dem gleichseitigen Knie in der Standbeinphase eine Hilfe in der Streckung anzubieten. Dies kann aber an der Treppe mit dem selben Hilfsmittel bewirken, dass beim Treppabsteigen nur der Nachstellschritt möglich ist. Um eine Spitzfußprophylaxe oder eine Spitzfußtherapie zu unterstützen, ist eventuelle eine Versorgung mit einer Nachtlagerungsschiene erforderlich. Die alltagstaugliche Versorgung kann immer nur im Dialog mit den Patienten oder Therapeuten individuell erarbeitet werden.

  • Die Haut muss intakt sein, bei Ulcera ist keine Versorgung möglich.
  • Ausreichende Stabilität im Knochen, keine frischen Frakturen
  • Pathologische Instabilitäten im Kapsel-Band-Apparat
  • Lymphödem in starker Ausprägung
  • Bis auf Ausnahmen in der Kategorie 1 ist ein fersenumfassender, solider Schnürschuh für die Funktion einer Fußheberschiene zwingend erforderlich.

In der Standbeinphase mit Hilfe einer Knieorthese

Die Knieorthese stabilisiert das Knie und verhindert eine Überstreckung des Kniegelenks. Eine Beugung ist jedoch weiterhin möglich. Auch eine Begrenzung der Kniebeugung ist bei Bedarf möglich.

Bei Bedarf können wir auch problemlos eine Versorgung der oberen Extremität anbieten.
Zur Information nachfolgende Versorgungsbeispiele in der Galerie:

Handlagerungs- und Mobilisationssystem

  • Ödemreduktion
  • Tonusregulation
  • Verbesserte taktile
  • Wahrnehmung
  • Kontrakturprophylaxe

MyGait von ottobock und WalkAid von ProWalk

Mit diesen Hilfsmitteln ist es möglich, eine Fußheberaktivität im Gangbild zum Schrittzyklus passend zu stimulieren. Neben dem Stimulator und den Elektroden benötigt es einen Sensor, der im Gangbild die Stimulationszeiten erkennt und den individuell programmierten Stromfluss zum perfekten Zeitpunkt wirken lässt.

Der Vorteil der funktionell stimulierten Fußheberaktivität ist, dass alle physiologisch innervierten Muskelgruppen ihre Funktion ohne Bewegungsbegrenzung durch eine Orthese ausführen können.

In einer circa einstündigen Testung ist es möglich zu erkennen, ob der Betroffene mit funktioneller Elektrostimulation Vorteile in seinem Gangbild hat, um somit nicht nur weniger sturzgefährdet zu sein, sondern auch mit reduzierten kompensierenden Hinkmechanismen wieder ausdauernder laufen zu können und dadurch zweifelsfrei wieder zu mehr Lebensqualität kommt.

Optional ist es über einen zweiten Kanal möglich, eine weitere Muskelgruppe am betroffenen Bein mit einem zweiten Paar Elektroden anzusteuern. Je nach Defizit kann dies die Überstreckung im Kniegelenk durch Stimulation an der ischiocruralen Muskulatur reduzieren oder könnte auch die Kniestreckung bei Schwächen im Quadriceps femoris unterstützen. Auch wäre eine Abrollhilfe im Triceps surae genauso möglich wie eine Unterstützung der vielleicht zu schwachen Hüftbeugung.

Kontakt

Bei Fragen stehen Ihnen unsere Physiotherapeuten und Orthopädiemechaniker am
Telefon oder per Mail zur Verfügung.

Telefon   0800 - 01 18 970
E-Mail
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